WaldBieNE stellt sich vor

 

Anni Braunschädel

 

Staatlich anerkannte Erzieherin

Gesundheitspädagogin

Fachberaterin in der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich

Staatlich zertifizierte Waldpädagogin





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setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Wer oder Was sind Waldbienen?

Waldbienen

Zur Familie der Waldbienen gehören in Mitteleuropa etwa 6 Gattungen, die Beinsammler sind.

Die wichtigsten davon sind die Sandbienen, die Trug- oder Zottelbienen sowie einige Kuckucksbienen- Gattungen.

Die Sand- oder Erdbiene bildet über das Jahr in der Regel zwei Generationen. 
Im April/Mai fliegt die erste vor allem auf die Blüten von Löwenzahn, Weiden oder Stachelbeergewächsen.

Die zweite, etwas kleinere Generation taucht überwiegend auf Kreuzblütlern und Himbeersträuchern auf.

Aus: www.hast-du-ahnung.de/biologiebienenechte.htm


Ökologische Bedeutung

Waldbienen gehören zu den Wildbienen:

Wildbienen haben sowohl für den Menschen, als auch für den gesamten Naturhaushalt eine hohe Bedeutung. 
Der Mensch profitiert von ihnen direkt durch die Bestäubung seiner Obstbäume. Indirekt spielen Wildbienen 
eine große Rolle bei der Vermehrung von Ackerfutterpflanzen, wie z.B. dem Rotklee oder der Luzerne. 
Wildbienen erbringen besonders bei der Luzerne eine bessere Bestäubungsleistung als die Honigbiene. 
Dies erkannten z.B. die marktorientierten amerikanischen Großbauern schnell. Deshalb setzen sie nun schon 
seit vielen Jahren Wildbienen, die sie gezielt in Nisthilfen ansiedeln, zur Bestäubung der Luzerne ein und werden
dafür mit einer gesteigerten Samenernte belohnt.
Aber auch im Naturhaushalt sind Wildbienen unentbehrlich. Sie bestäuben hier einen großen Teil der wild 
wachsenden Blütenpflanzen, wobei auch Pflanzen mit geringem Nektar- und Pollenangebot berücksichtigt werden. 
Sie sichern die geschlechtliche Vermehrung vieler Wildpflanzen und tragen damit zur Erhaltung, aber auch zur 
Weiterentwicklung, von deren Erbgut bei.

Nisthilfen

Tab.1: Verschiedene Nisthilfen für solitäre Wildbienen

Nisthilfe

Bienenzielgruppe

Herstellung

Lochziegel mit Bambusrohren

Hohlraumbewohner

In die Löcher des Lochziegels werden 10-20cm lange Bambusrohre, die hinten verschlossen sind gesteckt. Lochdurchmesser 3-10cm (s.Abb.l0)

Bambusbündel

Hohlraumbewohner

obige Bambusröhren bündeln und in einer Dose aufhängen.

Holzblöcke

Hohlraumbewohner

In Hartholz 5-10cm tiefe und 2-lOmm breite Löcher bohren, Sägemehl heraus klopfen. Mindestabstand 2cm.

markhaltige Stängel

Stängelbewohner

dicke Pflanzenstängel mit weichem Mark an beiden Seiten abschneiden, leicht geneigt vertikal aufstellen (z.B. am Gartenzaun).

Totholz

Bewohner morschen Holzes

Morsche Stämme oder Äste sonnenexponiert aufstellen, nicht waagerecht auf den Boden legen.

Mini-Steilwand

Steilwandbewohner

Kiste (70x50xl5cm) mit Lehm ausfüllen und kleine Löcher hinein stechen. Senkrecht z.B. an südexponierter

Beispielhaft sind in Tab.1 verschiedene Nisthilfen zusammen gestellt. Die Nisthilfen sollten an ruhigem, 
trockenem und geschützten Ort aufgehängt werden.

Weitere einfache Förderungsmöglichkeiten bestehen darin: an Wegrändern kleine Steilkanten abzugraben, 
Totholz an alten Bäumen zu lassen, Lößwege an stark südexponierten Stellen von Vegetation teilweise zu befreien, 
Himbeeren und Brombeeren nicht ganz am Boden abzuschneiden, die Ranken nicht zu verbrennen sondern südexponiert aufzustellen, lehmverfugte Mauern zu erhalten, bzw. herzustellen.

Schlussbemerkung

Ich hoffe, dass dieser Artikel vielen als Anregung dient, sich intensiver mit Wildbienen zu befassen. Wildbienenschutz ist hierbei ein einfacher Einstieg und kann von jedem betrieben werden. Durch Nisthilfen kann man sogar auf dem Balkon Naturgeschehen hautnah miterleben.

Dabei wird dem Interessierten immer wieder von neuem klar, wie vielschichtig und verflochten ökologische Zusammenhänge sind. Wildbienenschutz spricht deshalb nicht nur engagierte Naturkundefachleute, sondern genauso Jugendgruppen, Einzelpersonen, Schulen und Familien an.